Das letzte Weihnachten endet leider nie!

Da ist sie wieder: Die Weihachtszeit. Ruhig, besinnlich und kommerziell. Na gut, das wäre gelogen. Sagen wir: Kommerziell, stressig und laut. Dabei könnte sie ganz harmlos verlaufen – gäbe es nicht diesen fetten, wohlgenährten Wurm, der penetrant in unsere Ohren kriecht – obgleich er da eigentlich nicht erwünscht ist.

„Last Christmas“. Bei etlichen noch so besonnenen Bürgern schrillen bei diesem Stichwort nicht etwa die Weihnachts-, sondern vielmehr die Alarmglocken. Und ich gedenke mich nicht mit dem Text des besagten Pop-Klassikers zu befassen, denn den kennt ohnehin keiner. Man erinnert sich nur, dass die erste Zeile mit „Heart“ endet – und eine andere mit „very next day“. Tatsächlich interessiert uns der nächste Tag hierbei verhältnismäßig wenig. Stattdessen wundern wir uns stets aufs Neue darüber, dass letztes Weihnachten gar nicht das letzte Weihnachten war – denn das nachfolgende Weihnachtsfest findet ja doch statt und somit werden wir erneut von feindlichen Radiofrequenzen heimgesucht.

Längst ist „Last Christmas“ als ernsthafte Bedrohung anerkannt. Das unsägliche Kitschgeträller trage auf Dauer zur Hirntötung bei, so der Gesundheitsminister. Man munkelt, dass die Polizei inzwischen eine Razzia bei den Betreibern der illegalen Internetplattform „Wham“ organisiert hat. Zwecklos scheint hingegen die Bemühung, die Gefahr zu bannen und im Kern zu ersticken. Weitere Gerüchte handeln von einer weihnachtlichen Monopolbildung. Zweifelhafte Quellen (also „Last Christmas“-Sympathisanten!) berichten, dass „Wham“ Coca-Cola die Rechte am Weihnachtsmann abgekauft haben könnte. Denken Sie besser daran, wenn Sie das nächste Mal vor die legendäre Entscheidung „Coke oder Pepsi“ gestellt werden! Doch wie entrinnt man nun diesem häufig in audiovisueller Form auftretenden Spuk? Eigentlich scheint es nahezu vergeblich. Andererseits erproben gerissene „Last Christmas“-Gegner bereits den Selbstversuch: Sie begehen leichtere kriminelle Straftaten, um bis zum Ende der Weihnachtszeit in Einzelhaft verbringen zu dürfen. Manchmal misslingt der Plan und man muss mit einer Zwangs-Wohngemeinschaft vorliebnehmen. Trifft man dort auf besonders hartgesottene Ganoven, werden diese unter Umständen das Radio einschalten und ihren neuen Zellengenossen mit einer Extraportion „Last Christmas“ foltern! Vielleicht ersparen Sie sich also unnötigen Ärger und feiern einfach Weihnachten – zum Beispiel zu Samba-Musik in der Karibik.

*** In diesem Sinne frohe Weihnachten!  ***

Hinweis: Dieser Beitrag ist als Satire zu verstehen. Die genannten Fakten entsprechen keiner mir bekannten Wahrheit – es sei denn, sie stammt aus einem mir bislang unbekannten Paralleluniversum, in welchem ich nicht leben möchte.

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