Aufgeklärt: Wie die „Kondom-Challenge“ wirklich funktioniert

Achtung: Dieser Beitrag ist Satire! Wenn Sie wirklich wissen möchten, wie Kondome angewandt werden, lesen Sie bitte die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!

Das Fest der Liebe steht vor der Tür. Ein guter Grund also, sich mit Kondomen zu beschäftigen.

Richtig, Kondome! Wozu werden sie noch gleich angewandt? Nun, das habe ich beim Konsum dieses lehrreichen Videos fast schon selbst vergessen. Dabei geht hieraus doch eindeutig hervor: Man benötigt sie zur Kondom-Challenge!!

*Seufz* Was ist nur mit dieser Welt geschehen? Gut, fassen wir es mal ganz objektiv zusammen: Jugendliche Menschen oder solche, die gerne noch jugendlich wären, füllen ein Kondom mit Wasser, um es sich dann in wechselseitigem Einverständnis über den Kopf flutschen zu lassen. Das aufgeplusterte Tütchen hüllt daraufhin das Gesicht des Opfers ein, als würde dieser einen überaus lächerlichen Astronautenhelm tragen. Diesen Akt zeichnet man mit Kamera, Webcam oder Smartphone auf und lädt ihn auf eine gängige Video-Plattform.

Tja. Nun frage ich mich: Warum? WARUUUUUUUUUM??????

Die Antwort ist ebenso simpel wie traurig: Die Jugend weiß heute schlichtweg nicht mehr, wozu Kondome eigentlich dienen. Natürlich ist dieser Blog für seine allgemeine Aufklärungsfunktion bekannt, sodass ich mich einfach mal um einen einigermaßen jugendfreien Erklärungsansatz bemühen werde.

PUNKT EINS: Prall gefüllt.

Im Video ist die Rede von einem „prall gefüllten Kondom“. Ich richte mich nun an Frauen sowie homosexuelle Männer, wenn ich sage: Ein „prall gefülltes Kondom“ ist auf jeden Fall ein SEHR GUTER ANSATZ. Allerdings sollte es NICHT mit Wasser gefüllt sein. Wasser ist flüssig und das Gegenteil von flüssig ist ja bekanntlich… Hm, fest? Nun gut, so kann man es benennen. Aber es gibt da noch ein Adjektiv, das den gesuchten Zustand etwas deutlicher beschreibt. Ihr wisst ja, wie das Leben ist, nicht wahr? Super, dann hätten wir diesen Aspekt ja schon mal geklärt. 🙂

PUNKT ZWEI: Mit dem Kopf nur DENKEN!

Um ein Kondom ordnungsgemäß zu verwenden, sollte man sich konzentrieren. Der Kopf wird folglich zum Denken benötigt. Somit darf man sich das Kondom keineswegs über das besagte Verarbeitungszentrum stülpen. Es entspricht in seiner speziellen Ausführung vielmehr einem anderen Körperteil. Dabei handelt es sich um ein Organ, über das Frauen nicht verfügen und das man im Büro, in der Schule oder in Bus und Bahn meist sicher verwahrt hält. (Manche tun das auch nicht und wedeln stattdessen freudig damit herum. Solche Menschen werden als Exhibitionisten bezeichnet.) Und ja, die Rede ist von jenem Organ, das man in deutschen Filmen selten sichtet, in französischen Streifen dafür umso häufiger. Verstanden? Prima! Sollte kein Mann zugegen sein, spürt bitte zunächst einen auf! Und damit gelangen wir zu…

PUNKT DREI: Zwei an der Zahl.

Es muss ein Mann dabei sein, alles andere ist egal. Hierbei spielt jedoch das persönliche Interesse eine entscheidende Rolle. Als wichtig wird zudem erachtet, dass nicht mehr als zwei Personen anwesend sind. Ansonsten dürfte sich die Anwendung des Kondoms erschweren. Andererseits könnten weitere Personen durchaus als Zuschauer vor Ort sein, was wiederum ebenso vom persönlichen Interesse abhängig gemacht werden sollte.

PUNKT VIER: Höhepunkt der Sensation.

Sofern das Kondom sicher angebracht wurde, kann der Höhepunkt der Sensation erfolgen. Dies ist ein relativ simpler Vorgang. Man erinnere sich dabei an einen USB-Stick, der den passenden Anschluss benötigt. Das sollte heutzutage jeder verstehen. Allerdings ist es ein eher natürlicher als technischer Prozess und der USB-Stick muss sich zuvor einer Verwandlung unterziehen, um die ideale Gestalt anzunehmen.

PUNKT FÜNF: Man muss es nicht filmen!

Für die Netzjugend von heute mag es enttäuschend klingen, wenn ich sage: Man nimmt es nicht auf Video auf! Vielleicht werdet ihr nun fragen: Wo bleibt denn da der Spaß? Daraufhin werde ich antworten: Probiert es aus und ihr werdet womöglich zum ersten Mal in eurem Leben erfahren, was wirklich Spaß bereitet! Na gut, man kann es auch filmen, wenn man möchte. Man lädt es aber nicht auf YouTube hoch, sondern auf eine anders orientierte Videoplattform. Doch bevor dieser Upload durchgeführt werden darf, solltet ihr das 18. Lebensjahr erreicht haben. Sofern dies nicht der Fall ist, muss der Upload durch eine dritte Person getätigt werden. Zuvor müsst ihr jedoch eure Mutter um Erlaubnis bitten. Wenn sie euch nicht davon abhält, solltet ihr diese Situation zunächst dem Jugendamt schildern!

PUNKT SECHS: Keinen beliebigen Partner wählen!

Zum Abschluss solltet ihr außerdem bedenken, dass die WAHRE Kondomchallenge häufig von LIEBE abhängig ist. Falls ihr die Liebe ignoriert, kann das eventuell ungeahnte Konsequenzen mit sich bringen. Wenn ihr verliebt seid und euch in einer Beziehung befindet, solltet ihr die Kondomchallenge unbedingt mit eurem Lebensgefährten oder dem Objekt eurer Begierde durchführen und nicht etwa einen komplett anderen Challenge-Partner wählen.

Und wieder einmal hat dieser Blog seinen Bildungsauftrag im besten Sinne erfüllt! 🙂

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